Alles Neu macht der April

Am letzten Samstag im März trafen sich zunächst der Aufsichtsrat und der Vorstand der kohl eG zur obligatorischen gemeinsamen Sitzung, um sich auf die jährliche Generalversammlung, am darauf folgenden Sonntag, vorzubereiten. Auf dieser konnten Vorstand und Aufsichtsrat dann erfreuliche Ergebnisse aus dem Geschäftsjahr 2021 präsentieren. 

Die Genossenschaftsmitglieder freuten sich nicht nur über die stabile wirtschaftliche Lage und eine erfolgreich gemeisterte Prüfung durch den Genossenschaftsverband, sondern vor allem über die tolle pädagogische Arbeit, die im letzten Jahr von den kohleG:innen des Pädagogischen Teams geleistet wurde sowie über den Zuwachs von mehreren engagierten neuen Fachkräften. Das Highlight war für die meisten Mitglieder dabei wohl die Premiere eines Filmausschnitts aus dem Abschlussvideo zum Projekt „Für mich und Andere“, über das wir hier bereits berichteten. 

Für die kommenden Highlights in 2022/23 werden ab sofort auch die neuen Vorstandsmitglieder Katarina Fritzsche und Derick Addy mitverantwortlich sein, die zusammen mit Anna Szermasnki, Vladimir Andrienko und Tiemo Imhof den neuen Vorstand der kohl eG bilden. Für Asal Kosari, die sich, nach drei Jahren im Vorstand, nicht nochmal zur Wahl stellte, gab es zum Abschied  einige würdigende Worte vom Aufsichtsrat sowie einen großen Applaus aller Genoss:innen. Im Gegensatz zum Vorstand bleibt der Aufsichtsrat auch für das kommende Geschäftsjahr in seiner alten Besetzung bestehen. Allerdings wählten die Mitglieder des Aufsichtsrats aus ihrer Mitte mit Svetlana Botov eine neue Vorsitzende.

Doch nicht nur in der Besetzung der Gremien hat sich seit Anfang April einiges geändert, sondern auch die Weiterentwicklung der Genossenschaft schreitet voran. Bei der Neugestaltung und Einrichtung der Geschäftsräume auf der Kronprinzenstr. 69 in Düsseldorf packten viele Mitglieder mit an und im Rahmen der nun anlaufenden Streetworkarbeit, in und um die Düsseldorfer Altstadt, konnten die ersten Festanstellungen bei der kohl eG ermöglicht werden. Mit viel Zuversicht und Optimismus in schwierigen Zeiten blicken die kohleG:innen daher auf das weitere Jahr 2022.     

Tiemo

Kontinuierliche Beziehungsarbeit zahlt sich aus, aber….

In den Sommerferien 2021, nach einem erneuten Lockdown aufgrund der Corona Pandemie, hatte unser Rap-Coach Tiemo eine erste Rap-Projektwoche im Juze Langenfeld durchgeführt (wir berichteten). Im Anschluss daran hatte die Leitung des Jugendzentrums großes Interesse gezeigt, das Rap-Angebot aufrechtzuerhalten, um den Jugendlichen aus Langenfeld regelmäßig die Möglichkeit zu bieten, sich durch das Medium Rap und mit Unterstützung unseres Rap-Coaches, auszudrücken und persönlich weiterzuentwickeln.

Von September 2021 bis April 2022 wurde daher regelmäßig zwei Mal im Monat ein Rap-Workshop im Juze Langenfeld angeboten. Dabei zeigte sich, dass die Jugendlichen nach der langen Schließungszeit aufgrund der Corona-Pandemie erst langsam wieder zurück ins Jugendzentrum fanden. Vor Ort fiel es Ihnen oft noch schwer sich zu öffnen und wieder Vertrauen aufzubauen. Dies wurde auch in der musikalischen Arbeit deutlich. Während Rapmusik – oft auch als „Spiegel der Gesellschaft“ bezeichnet – in der Regel gerade Jugendlichen aus schwierigen familiären, sozialen und ökonomischen Verhältnissen eine Ausdrucksform bietet, um ihre eigenen Erfahrungen zu verarbeiten, nutzten die Teilnehmenden das Rap-Angebot zunächst wenig ausdauernd und eher oberflächlich.

Aus diesem Grund war es zunächst notwendig, an den momentanen Interessen der Jugendlichen anzuknüpfen. Das bedeutete, gemeinsam Songs von ihnen bekannten Rapper:innen zu hören, zu besprechen und mitzurappen. Kleine Reim- und Improvisationspiele auch im offenen Bereich des Jugendzentrums wurden zum Vertrauensaufbau genutzt. So gelang es bis Ende 2021 mit einigen der Langenfelder Jugendlichen eine erste Vertrauensbasis aufzubauen, gemeinsam Textbausteine zu schreiben und diese im Tonstudio des Jugendzentrums zu recorden.

Ende Februar 2022, als das Rap-Angebot sich gerade etabliert hatte und seit einigen Wochen immer  stärker und regelmäßiger besucht wurde, kam es dann leider zu einem abrupten Abbruch der aufgebauten Beziehungsarbeit. Durch die Kündigung der Leitung stand plötzlich im März kein hauptamtliches Personal mehr zur Verfügung, so dass das Juze nicht mehr regulär öffnen konnte. Dies hatte zur Folge, dass auch das Rap-Angebot im März und April nur noch sehr schwach frequentiert wurde, da die Jugendlichen das Juze als Ort bereits wieder aufgegeben hatten. Als Konsequenz wurde das Angebot nun vorerst eingestampft, da eine Fortsetzung des Angebots unter den gegebenen Umständen weder möglich noch sinnvoll erscheint. Als engagierte Pädagog:innen bedauern wir die momentane Situation in Langenfeld sehr, da den Jugendlichen, die das Juze regelmäßig besuchten, nun eine wichtige Anlaufstelle zur Persönlichkeitsentwicklung und zum trainieren von Sozialkompetenzen fehlt.

Tiemo

Das Roma-Superheldenteam aus Bergheim Ahe

Nachdem das Projekt „Loop it“, über dessen Start wir im März 2021 hier berichteten, das ganze Jahr nicht so richtig in Schwung kommen wollte und sich nicht genügend Jugendliche der Düsseldorfer Roma Community – unter Corona-Bedingungen – für das Projekt begeistern ließen, entschieden wir uns gemeinsam mit Sami Dzemailovski vom Carmen e.V. etwas anderes auszuprobieren. 

Statt in Düsseldorf mit Jugendlichen, beatboxten und rappten Carlos und Tiemo von Oktober 2021 bis April 2022 im Quartiersbüro in Bergheim Ahe mit Kindern aus der dortigen Roma Community. Dabei lernten die Kinder, die zwischen 6 und 13 Jahren alt waren, in insgesamt 16 Workshops, die Grundlagen des Beatboxens und des Rappens kennen, übten verschiedene Beatbox und Raptechniken ein, schrieben gemeinsam einen Rapsong über ihren Alltag und ihr Träume und nahmen den Song auf.

Über die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung durch die Arbeit in den künstlerischen Sparten Beatbox und Rap hinaus, übten sich die Kinder während der Workshops auch in verschiedenen sozialen Kompetenzen (Selbstdisziplin & Durchhaltevermögen, Einfühlungsvermögen, Kommunikations- und Teamfähigkeit). Und so konnte das Superheldenteam zum Ende des Projektes voller Stolz seine neu erlernten künstlerischen Skills bei einem Live Auftritt im Bürgerhaus Bilk präsentieren, der im Rahmen einer Veranstaltung des Carmen e.V. zum internationalen Tag der Roma am 8. April 2022 zustande kam.

Tiemo

Für mich und Andere – Kunst auf großer Kinoleinwand

Ein paar Monate sind ins Land gegangen, und während wir im Oktober noch davon berichteten, was wir gerne alles im Projekt „Für mich und Andere – Kreativ und empowernd gegen Diskriminierung und Antisemitismus“ machen würden, hat jetzt bereits die Abschlussveranstaltung stattgefunden. Was seitdem passiert ist? So einiges!
In mehreren Gruppen der Jugendberufshilfe Düsseldorf fanden dreitägige Workshops statt, bei denen es um Themen wie Judentum in Deutschland, Verschwörungstheorien und Antisemitismus, historisch und heute, ging. Im Team waren wir breit aufgestellt, so dass verschiedene Methoden wie Rollenspiele, Video, Tonaufnahmen und spielerische Aneignungsformen zur Vermittlung einbezogen werden konnten. Außerdem umfassten die Tage auch eine Einführung in die künstlerischen Methoden Rap und bildende Kunst.
Im Januar und Februar wurde dann die Theorie mit Leben gefüllt und einige Begegnungen mit dem jüdischen Leben in Düsseldorf organisiert. Die Gruppen starteten am Erinnerungsort Alter Schlachthof, danach ging es zu verschiedenen Stolpersteinen auf der Kollbacher Straße und um die Ecke zur Synagoge. Ursprünglich war geplant, die Synagoge auch von innen zu besichtigen, aber das war auf Grund der Coronapandemie leider nicht möglich. Bei einem gemeinsamen Mittagessen wurde der Tag reflektiert, und die Jugendlichen waren überrascht, wie präsent jüdisches Leben in Düsseldorf ist.
Für besonders kunstinteressierte Jugendliche gab es einen wöchentlich stattfindenden Rap und Kunsttreff. Tiemo entwickelte hier mit seinen Jugendlichen Rapsongs, schrieb Texte, übte ein und machte erste Probeaufnahmen. Anna bot einen Überblick über verschiedene Techniken der bildenden Kunst an. Von den Jugendlichen wurde besonders Graffiti und gegenständliches Zeichnen gewünscht, aber auch das Gestalten mit Legosteinen stand in diesem Projektzeitraum besonders im Fokus. In allen Farben des Regenbogens wurde in die Höhe und Breite gebaut.
Bei Einigen machte die AG Lust auf noch mehr, so fanden zu Beginn des Jahres drei Intensivwochen statt mit Jugendlichen an drei JBH Standorten. Thema war Benachteiligung und Diskriminierung, und die Jugendlichen sollten sich hier vor allem an ihren eigenen Erfahrungen orientieren. Dazu wurde erst einige Biografiearbeit durchgeführt, die Teilnehmer:innen gingen auf Traumreise, beschäftigten sich mit ihrer Persönlichkeitszwiebel und entwickelten Geschichten mit Hilfe von Story Cubes. Dieses bildete dann die Grundlage für die nächsten Tage, wo zu den persönlichen Erfahrungen Raptexte oder Drehbücher für einen Stop Motion Film geschrieben wurden. So sind drei Rapsongs entstanden, welche die Jugendlichen in der Woche selbst geschrieben und professionell aufgenommen haben. Alle die eher mit ihren Händen kreativ werden wollten, entwickelten und bauten Kulissen und Protagonist:innen für Stop Motion Filme. Daraus sind 4 Filme entstanden, welche die Jugendlichen auch selbständig fotografierten und teilweise nachbearbeiteten.
All die künstlerischen Abschlussergebnisse sind zusammen gelaufen in einem Projektvideo und gespickt mit Blicken hinter die Kulissen, da das Projekt auch von einem Videografen begleitet wurde. Was wäre nun der geeignete Rahmen um diese Ergebnisse angemessen zu präsentieren? Am 31.03.2022 fand im Metropolkino in Düsseldorf die Premiere des Films, auf großer Leinwand, mit allen Mitwirkenden und Jugendlichen aus der JBH statt. Vladimir führte durch den Nachmittag mit Spielen und Interviews. Ein gelungener Abschluss für ein gelungenes Projekt. Umso gespannter sind wird schon auf die kommende Projektlaufzeit, die im September 2022 startet, wo wir das Projekt zum bereits dritten Mal, in Kooperation mit der JBH Düsseldorf, durchführen werden.

Anna

Comedy-Labor

Ende August 2021 ist das Projekt „Comedy-Labor“ zusammen mit der Gesamtschule Stettiner Straße und dem Jugendtreff GestaltBAR im Düsseldorfer Stadtteil Garath gestartet. Das Projekt wird zunächst als wöchentliches Angebot für die Jugendlichen in Form einer AG bis Ende Februar 2022 durchgeführt.
„Comedy-Labor“ bietet den Teilnehmer:innen die Möglichkeit die Bereiche Stand Up Comedy und Impro Comedy kennenzulernen und auszuprobieren. Im freien Raum von Comedy, in dem die Fantasie, Improvisation und Vorstellungskraft angeregt wird, betrachten die Jugendlichen, zusammen mit Vladimir, ihren Alltag ganz genau. Das hilft ihnen ihre Umwelt zu hinterfragen und auf kreative Weise neue Wahrnehmungsweisen zu entdecken und neue Perspektiven zu gewinnen.
Als Endprodukt des Projektes und Präsentation der Ergebnisse soll eine Aufführung mit Auftritten der Teilnehmer:innen stattfinden. Ihr seid alle herzlich eingeladen!!!

Vladimir

 

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Rap, Rap, Rap – Respekt, Identität und viele Kilometer fressen

In den letzten zwei Monaten des Jahres 2021 war Tiemo – unser Rapcoach vom Dienst – nochmal im Großeinsatz quer durch NRW unterwegs. Es standen Projektwochen an der Helene-Lange-Realschule in Essen und der Hans-Christian-Andersen-Schule in Südlohn (Kreis Borken) an außerdem mehrere Workshops an der Frida-Levy-Gesamtschule in Essen, dem Jugendzentrum in Langenfeld und dem Quartiersbüro Ahe in Bergheim. Fast 3.000 Kilometer Strecke hat Tiemo zurückgelegt. Immer mit dabei, die Ausrüstung eines Rappers: Mikrofon, Beats und eine mobile PA-Anlage. Außerdem Stifte, Papier, Arbeitsblätter und jede Menge Motivation.

Obwohl an allen Einsatzorten immer gerappt wurde, waren die Ziele, Methoden und Herausforderungen keineswegs immer die selben. Während Tiemo an der Frida-Levy-Gesamtschule in Essen insgesamt vier neunten Klassen eine praktische Einführung in das Thema Rap gab und auch für die Kids im Quartiersbüro Ahe in Bergheim Rhythmus- und Reimübungen sowie das Schreiben erster eigener Textfetzen im Vordergrund standen, ging es im Juze in Langenfeld zunächst darum, durch Beziehungsarbeit Vertrauen zu den Jugendlichen aufzubauen. Erst nach einigen Freestylesessions im offenen Bereich waren die ersten Besucher bereit, mit unserem Rapper das Tonstudio des Jugendzentrums zu betreten, um dort eigene Songs zu recorden.

An der HCA Südlohn, einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, ging es eine Woche lang um das Thema Identität und darum die eigene Frustrationstoleranz herauszufordern. Auch hier wurde zunächst zum Beat gezählt und geklatscht, um das Taktgefühl zu schulen. In einem nächsten Schritt wurden Reime gefunden und Texte geschrieben. Am Ende stand die Tonaufnahme eines selbstgeschriebenen Rap-Songs.
Während der Projektwoche setzten sich die Schüler anhand verschiedener Fragen mit sich selbst, ihrer Identität und ihren eigenen Lebenserfahrungen auseinander. Gar nicht mal so einfach. Gerade die Aufgabe des Textens brachte viele der Schüler immer wieder an die Grenze der eigenen Frustrationstoleranz. Doch mit viel Geduld, Ruhe und der nötigen Erfahrung gelang es unserem Coach am Ende, alle Schüler zu einem Endergebnis zu führen, auf das sie stolz sein können.

Auch die Projektwoche an der HLS in Essen hatte einen thematischen Schwerpunkt. Die Schüler:innen setzten sich mit dem Thema Respekt auseinander und es gab einige Herausforderungen zu meistern. So stellte sich schnell heraus, dass statt der erwarteten Schüler:innen der neunten und zehnten Klassen eher Schüler:innen der fünften und sechsten Klassen Interesse am Rapangebot hatten. Diese Überraschung brachte für unseren Coach Vor- und Nachteile mit sich. Die Rhythmusübungen wurden von den jüngeren Schüler:innen zum Beispiel viel offener angenommen als es erfahrungsgemäß bei den älteren Schüler:innen der Fall gewesen wäre. Dagegen war das Thema Respekt für viele der jungen Teilnehmenden zunächst sehr abstrakt, und es brauchte einiges an Arbeit bis die ersten Textentwürfe standen, die über allgemeine Phrasen hinausgingen. Am Ende stand aber auch hier ein tolles Endergebnis, und die Schüler:innen konnten ihren fertigen Song als MP3-Datei auf ihren Handys mit nach Hause nehmen.

Tiemo

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Zweite Runde – Gute Gründe

Von Herbst 2020 bis zum Februar 2021 lief das Projekt „Tell me your story – Brücken schlagen mit Rap und Kunst im Rahmen der Wertevermittlung im Wertedialog“. Gearbeitet wurde hier mit Rap und bildender Kunst zu den Themen jüdisches Leben in Deutschland und Antisemitismus. Obwohl das Projekt bei den Jugendlichen in der Jugendberufshilfe sehr großen Anklang fand, konnte es -bedingt durch die Corona Pandemie- nicht wie geplant durchgeführt werden. 
Dieses ist nur einer von vielen Gründen für den Start des neuen Projektes „Für mich und Andere – kreativ und empowernd gegen Diskriminierung und Antisemitismus“ im September dieses Jahres. Wieder in Kooperation mit der Jugendberufshilfe in Düsseldorf ist es für Jugendliche gedacht, die hier die verschiedenen Berufsorientierungsmaßnahmen besuchen. Thema ist erneut schwerpunktmäßig das Judentum und Antisemitismus, ein Thema, das besorgniserregender Weise seit dem letzten Projektzeitraum an gesellschaftlicher Präsenz zugenommen hat. Bei „Für mich und Andere“ wollen wir noch stärker an die eigenen Diskriminierungserfahrungen der Jugendlichen anknüpfen, Begegnungen mit jüdischen Menschen ermöglichen und -mit hoffentlich weniger starken Einschränkungen durch die Corona Pandemie- den Fokus vor allem auf die kreative Auseinandersetzung mit dem Thema legen. Geplant sind Workshops, ein regelmäßiger Kunst- und Raptreff, Bekanntwerden mit dem jüdischen Leben in Düsseldorf und eine Intensivphase zu Beginn von 2022. Mit gewachsenem Team und neuen Kompetenzen freuen wir uns auf die Treffen mit den Jugendlichen! 

Anna

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Endlich wieder zusammen

Am 11. September war es endlich mal wieder Zeit für ein großes Get Together unserer kohleG:innen. Nachdem die Pandemie uns im April noch gezwungen hatte, unsere jährliche Generalversammlung online abzuhalten, gab es das dringende Bedürfnis, sich endlich einmal wieder in der analogen Welt zusammenzufinden.

Aus diesem Grund hatte der Vorstand zunächst zu einem gemeinsamen Ausflug ins Düsseldorfer Museum K21 geladen. Hier teilten sich die anwesenden kohleG:innen in vier Kleingruppen und erkundeten mit einem Fragebogen ausgestattet die Ausstellungsräume. Anschließend kamen alle Gruppen zusammen und präsentierten sich gegenseitig ihre Ergebnisse und Erlebnisse. Dabei hätten sich die Gemeinsamkeiten unserer Mitglieder nicht schöner zeigen können. Allen Gruppen gefiel am Ende der Ausstellungsraum am besten, in dem die Werke des chinesischen Künstler Ai Weiwei gezeigt wurden.

Nach dem Ausflug ins K21 ging es gemeinsam weiter ins Brauhaus Schumacher auf der Oststraße. Bei Speis und Trank ließen es sich die kohleG:innen gut gehen. Es wurde gequatscht und gelacht und natürlich wurden neue Pläne geschmiedet.

Mit dabei waren auch einige neue kohleG:innen, die sich ganz hervorragend in unsere Genossenschaft einfügen. Insbesondere von Rob und Kati werdet ihr schon bald mehr erfahren, da die beiden ab sofort auch unser Pädagogisches Team unterstützen und sich schon bald hier auf der Website präsentieren werden.

Tiemo

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Kreatives Improvisieren auf dem Zakk Straßenfest

Was machen wir wohl an freien Sonntagen, wenn mal keine Workshops oder Projekte stattfinden? Richtig, wir zeigen unsere kreativen Talente der Öffentlichkeit. So war es zumindest am Sonntag, den 5. September 2021.
Nachdem wir bedingt durch Covid-19-Maßnahmen seit unserer Gründung Mitte 2019 kaum die Möglichkeit hatten, uns außerhalb des Internets zu präsentieren, meldeten wir uns mit einem Stand für das Zakk Straßenfest an.

Der komplette Vorstand, ausgestattet mit Zylinder, Glitzer Glitzer und Improvisationsrad, zeigte den interessierten Besucher:innen des Straßenfestes – egal ob groß oder klein – wofür kohleG eigentlich steht. Nämlich für ein kreatives und experimentierfreudiges Team mit besonderen Fähigkeiten. Jede:r, der oder die wollte, durfte an unserem Stand Wörter aufschreiben und mal an unserem Rad drehen. So entschieden die Besucher:innen, welche:r unserer Künstler:innen, zu welchem Wort malen, rappen oder Witze erzählen sollte. Für Alle war es am Ende ein großer Spaß, vor allem für die Kleinen, denen das Drehen besonders viel Freude bereitete.

Das Wetter spielte voll mit, und ein paar Spenden landeten auch in unserem Glas. Also aufgepasst, wenn ihr das nächste Mal eine:n Zylinderträger:in mit Glitzer Glitzer an einem Stand stehen seht, denn vielleicht geht es nicht um einen Zirkus, sondern um Jugendarbeit der besonderen Art.

Tiemo

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Unterwegs für Kinderrechte und gegen Rassismus in Gelsenkirchen

Vom 30.08. bis zum 03.09. waren Vladimir und Tiemo im Rahmen einer Projektwoche an der OGS Malteserstraße in Gelsenkirchen unterwegs. Gemeinsam mit den Kindern der OGS und unterstützt durch das Betreuungspersonal wurde eine Projektwoche zum Thema Rassismus & Kinderrechte durchgeführt. Rassismuskritische bzw. -sensible Menschen bilden das Fundament eines funktionierenden Zusammenlebens in einer vielfältigen Gesellschaft. Gerade die Entwicklung einer diskriminierungssensiblen Haltung ist bereits im Kindesalter wichtig, da sich Denkweisen noch nicht verfestigt haben.

Den Kindern wurde während unserer Projekttage niederschwellig und kindgerecht verdeutlicht, wie sich Rassismus und Vorurteile in unserer Gesellschaft zeigen, wie wir sie selbst reproduzieren und was wir dagegen tun können. Es wurde dabei viel mit Bildern, Bewegungs- und Rollenspielen gearbeitet. Durch das Erleben von Szenarien innerhalb der Spiele und durch das Reflektieren über die Spiele in der Gruppe erhielten die Teilnehmer:innen eine andere Perspektive auf diese theoretischen Themen. Dabei ging es auch darum, die Kinder mit ihren Kinderrechten vertraut zu machen.

Zum Abschluss und als Belohnung für die gute Mitarbeit wurde dann am letzten Tag noch gemeinsam gerappt. Unter Anleitung unseres Rappers T-MOE zeigten die Kinder dabei ihr volles musikalisches Talent.

Tiemo

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