Es sollte ein langer, ereignisreicher Tag werden. An einem sonnig-kalten Samstag im November 2019 ist es soweit, alle Mitglieder*innen der in Gründung befindlichen Genossenschaft versammeln sich in Düsseldorf. Am Vormittag konstituiert sich der Aufsichtsrat und schließt seine konzentrierte Arbeitssitzung mit der Wahl der Funktionsträger ab. Ab Mittag findet die Vollversammlung statt. Um das gegenseitige Kennenlernen interaktiver als mit den üblichen Selbstdarstellungen zu gestalten, gibt es eine kohleggemässe Herangehensweise: Ausgeloste Paare lernen sich durch vorgegebene Fragen innerhalb begrenzter kurzer Zeit kennen und präsentieren den jeweils Anderen (interessante Methode: lädt ein zur Ich-Reflektion im Nachgang – Dank an Asal für die persönlichkeitserhellenden Fragen!).
Tiemo berichtet über die Fakten des Gründungsprozesses der Genossenschaft. Viele bürokratische Hürden sind zu bewältigen, der Genossenschaftsverband ist ein kooperatives, aber unnachgiebiges Kontrollorgan. Und Tiemo gilt unser aller Dank für seine herausragende Position als direkter Ansprechpartner, der immer wieder nachgefragt hat und am Ball geblieben ist, die anderen Vorstandsmitglieder zu speziellen Aufgaben motiviert hat und last but not least den Geschäftsplan erstellt hat. Vladimir glänzt mit einem Vortrag über den Zustand der Genossenschaft, der vor allen Dingen durch die bildliche, heiter-ironische Darstellung die Mühsal in den Hintergrund treten lässt. Anna widmet sich dem größten Projekt des vergangenen Jahres, der Jugendrepublik Utopia. Die Eindrücke der Freizeit für Jugendliche und junge Erwachsene zum Durchleben verschiedenen Regierungssysteme sind noch ganz frisch und werden nachvollziehbar gemacht durch lebendige Schilderung und erste filmische Eindrücke von Genossenschaftsmitglied Michael Eichwald.
Die kompakten Arbeitsstunden werden kurz vor Einbruch der Dunkelheit laufend entspannt durch eine Stadtführung der der besonderen Art: Die Gruppe lernt Düsseldorf kennen über die Präsentation der Lieblingsorte der 5 Vorstände. Es geht ein wenig kreuz und quer, denn bei zunehmender Kälte, typischem samstäglichen Gedrängel und Terminnot gilt es, die Wege geschmeidig zu improvisieren. Ulrike gelingt es, die munter-plaudernde Truppe rechtzeitig zur reservierten Gaststätte zu lotsen. Abendessen je nach Geschmack und ein weiterer flotter Gang führt zum kulturellen Höhepunkt des Tages: die Präsentation des neuen Stand up-Comedy-Songs-Sketches-Programms von Vladimir and friends called „acht p.m.“ im hotel friends.

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