WORKSHOPS

Als interdisziplinär aufgestelltes Team sind wir bei kohleG Expert:innen für verschiedene Themen und Methoden. Du suchst eine Fortbildung/ Workshop/ Projektwoche für eine Jugendgruppe oder dein Team? Dann bist du bei uns genau richtig!

Im folgenden findest du unsere Workshopformate. Alle aufgeführten Formate sind nur Vorschläge und können nach Bedarf in Länge, Thema und Methode an deine individuellen Bedürfnisse und Wünsche angepasst werden

KREATIVITÄT

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Rede(frei)! – Speaker Coaching

Workshopleitung:

Vladimir Andrienko

Das kennen wir alle: Der Vortrag läuft zu Hause beim Üben einwandfrei, doch sobald man vor den Menschen steht, ist jede Gelassenheit vergessen. Stottern, Zittern, Nervosität, Angst…

Erste gute Nachricht: Das kann jedem passieren. Zweite gute Nachricht: Angst kann abgelegt werden, es gibt Tricks und Techniken, um sie zu überwinden.

In diesem Workshop lernen junge Menschen in einem Speaker-Coaching, welche Techniken für einen souveränen Auftritt bei Vorträgen und Präsentationen helfen können. Der Workshop soll Selbstsicherheit vermitteln und die Angst, vor Menschengruppen zu sprechen, aufbrechen.

Techniken: Brainstorming, Textanalyse, Storytelling, Witzstruktur, diverse Erfindungstechniken

Ziele:
Die Teilnehmer:innen verstehen die Ursachen der Angst vor Reden, lernen Techniken zur Vermeidung des Stotterns, können ihre Vorträge strukturieren.

1 Tag-Workshop à 6 Stunden

2 Tage-Workshop à 4 Std./Tag

min. 4 – max. 8 Personen

14 – 24 Jahren
Sprachkenntnisse ab A2

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Your mic! (Stand Up Comedy)

Workshopleitung:

Vladimir Andrienko

Stand Up Comedy entwickelt sich zurzeit zu einer der beliebtesten Arten der Kleinkunst. Stand Up basiert auf Selbstreflexion, Selbstkritik und Selbstbewusstsein. So viel kann Stand Up einer Person bringen.

Es scheint auch sehr leicht zu sein: Nimm das Mikro und erzähl von deinem Leben! Und wenn du gut genug bist, dann ist es dein Ding!
Was entscheidet aber, ob du gut genug bist: Musst du dafür ein Talent haben? Reicht es, wenn du nur viel Lebenserfahrung mitbringst? Sind die Witze nicht Geniegedanken?
Dies alles spielt eine Rolle. Doch eines bedenke: Du kannst deine Fähigkeit, lustig zu sein, wie einen Muskel trainieren. Eigentlich hast du in deinem Kopf fast alle Witze der Welt. Du musst nur lernen, diese rauszuholen.

Im Workshop „Your mic!“ lernst du die Techniken, die sich in der Comedybranche seit Jahrzehnten etabliert haben. Du schreibst deine Witze, deine Storys, vielleicht auch dein erstes Set! Wir zeigen dir, wie du auf deine Themen kommen und diese erzählen kannst. Zudem suchen wir nach einer passenden Veranstaltung, wo du deine ersten Erfahrungen auch vor Publikum machen kannst.

Techniken: Brainstorming, Mapping, Textanalyse, Storytelling, Witzstruktur, diverse Erfindungstechniken

Ziele:
A) Die Teilnehmer:innen verstehen den Prozess des Erfindens, schreiben Witze bzw. beenden ihre Storys mit einem Witz (Punch).
B) Die Teilnehmer:innen können ein Set (5 bis 8 Minuten) kreieren, gestalten und vortragen.

Ziel A) Workshop 1-2 Tage a 6 Std./Tag
Ziel B) Projektwoche 3-4 Tage a 6 Std./ Tag

min. 4 – max. 8 Personen

von 16 – 24 Jahren
Sprachkenntnisse ab A2

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Print & Publish – Von Handdruck zum eigenen Magazin

Workshopleitung:

Timo Elmpt-Habel

Der Workshop verbindet analoge Drucktechniken wie Cyanotypie, Linol- oder Siebdruck mit dem


Thema “Publizieren”: Die Teilnehmenden lernen einfache Druckverfahren kennen und gestalten eigene Serien, Poster oder Zines (Magazine). Neben der Technik steht die inhaltliche Auseinandersetzung im Fokus: Was drucke ich, warum, in welcher Form? Am Ende kann aus den gesammelten Werken ein gemeinsames Magazin entstehen – als künstlerisches Dokument oder
kollektives Archiv.

2-Tages-Workshop (je 5 Std.)
oder
Projektwoche (z. B. 5 x 3 Std.)

min. 6 – max. 12 Personen

Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche & Erwachsene
Keine Vorkenntnisse nötig
Förderbedarf möglich

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Analog trifft KI - Malerei & künstliche Intelligenz

Workshopleitung:

Timo Elmpt-Habel

Was passiert, wenn analoge Kunst auf KI trifft? In diesem Workshop entwickeln wir eigene Bilder per Zeichnung, Collage oder Malerei und füttern sie in einfache KI-Tools ein. Anschließend werden die generierten Bilder wieder analog bearbeitet – als Collage, Übermalung oder Neuinterpretation. Der Workshop eignet sich sowohl für einen spielerischen Zugang als auch für einen tiefergehenden
Diskurs zur Rolle von Technologie in der Kunst.

2 Tage à 5 Std. oder als Projektwoche geeignet

min. 6 – max. 10 Personen

Jugendliche & Erwachsene ab 14 Jahren
Technische Vorkenntnisse nicht nötig
Barrierearm möglich

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Graffiti Basics - Style, Sketch & Spray

Workshopleitung:

Timo Elmpt-Habel

Von der Skizze bis zur Spraydose: In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden die Grundelemente des Graffiti-Writings kennen. Wir üben auf Papier, gestalten eigene Styles und setzen sie mit Sprühdose auf Karton oder Wandflächen um. Vermittelt werden neben Techniken auch die Geschichte und Ethik von Graffiti als Ausdrucksform. Der Workshop bietet einen sicheren Raum zum kreativen Ausprobieren – besonders geeignet für junge Menschen.

1-2 Tage à 5 Std. – auch als Ferienprogramm oder Projektreihe möglich

min. 6 – max. 15 Personen

Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche & Erwachsene
Keine Vorkenntnisse nötig
Förderbedarf möglich

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Blaupause & Druck - von Cyanotypie bis Siebdruck

Workshopleitung:

Timo Elmpt-Habel

Ein Workshop für alle, die gern mit Händen, Licht und Farbe arbeiten: Wir experimentieren mit Cyanotypie (Blaudruck), gestalten Drucke mit Pflanzen und Objekten und gehen über zu Linol- oder Siebdruck. Eigene Motive oder spontane Spielereien können auf Papier und Stoff umgesetzt werden. Die Teilnehmer*innen lernen unterschiedliche analoge Drucktechniken kennen und erleben den Reiz des Unikats

Tagesworkshop (6 Std.) oder 2 Tage à 4 Std. Oder als Projektwoche

min. 6 – max. 12 Personen

Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche & Erwachsene
Keine Vorkenntnisse nötig
Förderbedarf möglich, assistenzfreundlich

SEX & GENDER

Sexualität2

Sei (k)ein Mann! Männlichkeit, Gewalt, Gefühle - Tagestraining für Jugendliche/junge Männer of Color

Workshopleitung:

Asal Kosari

Männlichkeit hat durch etablierte patriarchale Strukturen ein ganz bestimmtes Gesicht: körperliche Stärke, emotionale Abgebrühtheit, Kampfgeist oder auch einfach alles was vermeintlich nichts mit „Feminität“ zu tun hat. Gleichzeitig werden Jugendliche und junge Männer of Color mit geschlechtsspezifischen rassistischen Zuschreibungen konfrontiert, die besonders in der Identitätsfindung und Suche nach Orientierung, fundamentale Bedürfnisse und Gefühle einschränken und beeinflussend auf das eigene Selbstbild sein können. Insbesondere für rassifizierte Jungs und Männer kann dadurch ein paradoxales Erleben zwischen Zuschreibungen und Bedürfnissen/Gefühlen entstehen.

In diesem Tagestraining beschäftigen sich die Teilnehmer kritisch mit gesellschaftlichen Geschlechtszuschreibungen an Jungs/Männern und das daraus resultierende Selbstbild.

Methodisch werden Einzel- und Gruppenübungen angewandt, um die Thematik einerseits Selbstreflexiv zu erspüren und im Kollektiv zu bearbeiten. Für die inhaltliche Vermittlung und Verdeutlichung der gesamtgesellschaftlichen Relevanz des Themas werden deutsch Rap Songs integriert. Zudem werden Achtsamkeits- und Körperübungen eingebaut, um die Fokussierung auf den eigenen Körper zu ermöglichen.

Innerhalb des Trainings werden wir uns unter anderem mit folgenden Fragestellungen beschäftigen:

  • Was wird mir von wem über Männlichkeit vermittelt und was habe ich davon verinnerlicht?
  • Was hat Rassismus damit zu tun?
  • Wieso ist es wichtig, allen Gefühlen Ausdruck zu geben und wie gelingt es mir?
  • Was kann ich tun, wenn meine Gefühle nicht ernst genommen werden?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass das Patriachat rassistische Zuschreibungen nährt und die konstruierte Abgrenzung zwischen den Geschlechtern nicht nur strukturell benachteiligten Geschlechtern schaden, sondern auch fundamentale Auswirkungen auf die emotionale Selbstwirksamkeit und die persönliche Entfaltung von Jungs und Männern hat.

 

Tagestraining 6 Std.

 

min. 8 – max. 16 Personen

Dieses Angebot richtet sich an junge cis-Männer ab 14 Jahren

 

Sexualität2

„Be your own role model“ - Eine kritische Auseinandersetzung mit weiblichen und männlichen Rollenbildern

Workshopleitung:

Anna Szermanski

Tiemo Imhof

Kinder und Jugendliche sind in ihrer Lebensrealität täglich von einer Flut von Bildern umgeben, vor allem durch soziale Netzwerke wie Facebook, Snapchat oder Instagram. Diese zeigen eine Vielfalt von verschiedenen Rollen die Frauen und Männer annehmen können aber nicht die Realität, sondern eine stark kuratierte, selektierte und geschönte Wirklichkeit.  Klischees, Diskriminierung und Sexismus sind dabei täglicher Bestandteil der Postings. Was machen diese Bilder mit jungen, sich in ihrer Entwicklung befindenden Menschen? Wie wirken sie sich auf die Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung von Geschlechterrollen aus? Die Analyse, Reflektion und Einordnung des Gesehenen und letztendlich die Schulung einer kritischen Medienkompetenz gewinnen zunehmend an Bedeutung. 

Der Workshop „Be your own role model“ soll den Teilnehmer*innen die Möglichkeit geben, sich ein eigenes Bild ihrer Person und ihrer Rolle zu schaffen. Durch kritische Reflexion aktueller Geschlechterrollen, die Beschäftigung mit realen weiblichen und männlichen „role models“ aus verschiedenen Bereichen und Selbstreflexion sollen neue Zugänge zur eigenen Person ermöglicht werden. Fragestellungen wie: „Welche Rolle wird mir zugeschrieben?“, „Mit welcher Rolle kann ich mich selbst identifizieren?“ und „Muss ich mich überhaupt für eine Rolle entscheiden?“, stehen dabei im Fokus.

Um ein geschlechtssensibles Arbeiten zu ermöglichen wird das Projekt von einer Pädagogin und einem Pädagogen gemeinsam betreut. Die Kunstpädagogin Anna Szermanski, wird mit Methoden der bildenden Kunst wie Zeichnung, Malerei, Collage, Fotografie, dreidimensionales Gestalten oder Streetart mit den Teilnehmer:innen an verschiedenen Möglichkeiten der Selbstdarstellung arbeiten. Der Rapper T-Moe wird mit der Methode Rap-Musik mit Rhythmusübungen, Schreibübungen und dem Verfassen von eigenen Raptexten zum Workshopthema arbeiten. Dabei sollen sich Phasen der geschlechtshomogenen Gruppenarbeit mit solchen der Gruppenmischung und Zusammenarbeit abwechseln. 

Zielsetzung des Workshops ist die Schulung einer kritischen Medienkompetenz, die Stärkung der Persönlichkeit der TeilnehmerInnen, die Förderung von Selbstachtung und Selbstbestimmung und die Unterstützung bei der eigenen Identitätsfindung.

  • Workshop 3 Tage à 6 Std./Tag
  • Projektwoche 5 Tage à 6 Std./Tag

min.8 TN – max.30 TN

  • geschlechtsheterogene Gruppe
  • ab 14 Jahren

Grundkenntnisse der deutschen Sprache sollten vorhanden sein

Sexualität2

A Family Portrait

Workshopleitung:

Anna Szermanski

Was bedeutet Familie für mich? Mutter, Vater, Kind? Ein Haus, ein Auto, All-Inklusive-Urlaub im Süden? Was ist, wenn meine Familie und mein Leben nicht so aussieht?

Familie als soziales Gefüge befindet sich im gesellschaftlichen Wandel, lange nicht alle Kinder leben in Kleinfamilien, dennoch ist Familie für Heranwachsende ein wichtiger Hafen und Orientierungspunkt. Kinder werden in verschiedenen Betreuungsvarianten groß: bei alleinerziehenden Eltern, im Wechselmodell, bei Pflegefamilien, Groß- und Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien und in Wohngruppen. Was sie als normal empfinden, kann unterschiedlich sein, und natürlich wird es von gesellschaftlichen Erwartungshaltungen und medialen Darstellungen beeinflusst.

Der Workshop „ A Family Portrait“ bietet eine künstlerische Annäherung an das Thema Familie. Vielfalt soll sichtbar gemacht und normalisiert werden und die Vorzüge und Herausforderungen für die einzelnen Kinder und Jugendlichen sollen thematisiert werden.

Dies passiert im Gespräch und vor allem in der künstlerischen Auseinandersetzung, in zwei Tagen erstellt jede:r Workshopteilnehmer:in ein Portrait ihrer/seiner Familie. Gearbeitet wird mit verschiedenen farbigen Papieren in Collagentechnik. Gesichter der einzelnen Familienmitglieder und passende Hintergründe, Gegenstände, Formen und Muster werden geschaffen.

Nach den zwei Tagen, kann jede/jeder ein fertiges Bild seiner eigenen, besonderen Familie mit nach Hause nehmen.

Workshop 2 Tag à 4 Std.

(je nach Gruppe und Bedarf anpassbar)

min. 4 TN – max. 16 TN

  • 10 bis 16 Jahre
  • geschlechtsheterogene oder
    geschlechtshomogene Gruppen möglich
  • Einstiegskenntnisse der deutschen Sprache
    sollten vorhanden sein
Sexualität2

Flirt Coachings

Workshopleitung:

Anna Szermanski

Tiemo Imhof

Marina Sanli

Wie kann ich eine attraktive Person auf mich aufmerksam machen? Wie trete ich ihr gegenüber auf? Was kann ich tun, um nicht zurückgewiesen zu werden? Wie also flirte ich „richtig“? Sexualpädagogisch betrachtet ist das Thema „Flirten & Daten“ ein Dauerbrenner, besonders für junge Menschen, da die romantisch-, erotisch- oder sexuell-motivierte Annäherung zwischen Menschen, neben allgemeiner Verunsicherung, auch ständigem gesellschaftlichem Wandel und damit einhergehenden Erwartungen und Normvorstellungen unterliegt.
Gesellschaftliche Bewegungen wie „Me Too“ oder „Ja heißt Ja“ werden bei der Frage danach, was eigentlich „Konsens“ im Kontext der gegenseitigen Annäherung bedeutet, breit diskutiert. Junge Menschen haben Zugang zu ungefilterten medialen Inhalten, in denen all diese Themen präsent sind. Gleichzeitig spielen aber auch konservativ-religiös geprägte Werte und Haltungen nach wie vor eine große Rolle.

In diesem Spannungsfeld setzen die „Flirt Coachings“ an. Junge Menschen sollen hier die Möglichkeit bekommen, ihre eigenen Grenzen kennen zu lernen und auch die Grenzen von anderen Menschen zu wahren. Sie sollen verstehen, was Konsens bedeutet, und wie er gelebt werden kann. Mediale Inhalte und Rollenklischees sollen kritisch untersucht und eine eigene Haltung dazu entwickelt werden. Dabei werden auch aktuelle gesellschaftliche Debatten aufgegriffen.

Die Workshops werden im Tandem von einer Sexualpädagogin und einem Antigewalttrainer geleitet, so dass auch geschlechtersensibles Arbeiten in Gruppen möglich ist. Die Inhalte werden durch (Rollen-)Spiele, Körperübungen und Diskussionen erfahrbar gemacht.

2 Tage à 5 Stunden

(je nach Gruppe und Bedarf anpassbar)

min.8 TN – max.15 TN

  • ab 14 Jahren
  • geschlechtsheterogene oder geschlechtshomogene Gruppen möglich
  • Grundkenntnisse der deutschen Sprache sollten vorhanden sein
Sexualität2

World Wide Sex

Workshopleitung:

Anna Szermanski

Tiemo Imhof

Marina Sanli

Es fängt an mit einem Flammenemoji unter einem Urlaubsfoto von einer jungen Frau, darauf von ihr ein rotes Herz, darauf ein Pfirsich, eine Aubergine und Wasserspritzer, keine Reaktion, drei Flammen, mehr Spritzer, keine Reaktion. Was vielleicht wirkt wie eine harmlose Aneinanderreihung von Emojis, Bildschriftzeichen, ist eine Art der Kommunikation, die auf Plattformen wie Whats App, Tiktok und Instagram genutzt wird. Es wird aber nicht nur mit Piktogrammen kommuniziert, sondern auch über „Sexting“,„Nudes“ oder „Dicpics“.

Das Thema Flirten hat sich, auch bei jungen Menschen, deutlich ins Internet und auf digitale Plattformen verlagert. Während sie aber weniger auf Datingplattformen unterwegs sind, nutzen sie Messenger wie Whats App oder Social Media Plattformen, um neue Personen kennen zu lernen oder flüchtige oder freundschaftliche Kontakte zu vertiefen. In gewisser Weise bietet das Internet einen Schutzraum, aber sexuelle Übergriffe und sexualisierte Gewalt finden auch hier statt. Durch den anonymen Raum fehlt der Filter, die Hemmschwelle ist niedriger. Die verschickten Inhalte können aber bei die Empfänger:innen genauso verstörend und grenzüberschreitend ankommen wie in der physischen Welt.

Der Workshop „World Wide Sex“ bietet eine erste Orientierung im digitalen Flirtdschungel. Wie kommuniziere ich grenzwahrend? Was möchte ich mit anderen Menschen teilen? Mit wem teile ich da eigentlich? Gibt es einen rechtlichen Rahmen, was ist verboten? Was mache ich, wenn meine Grenzen überschritten werden? Wo und wie bekomme ich Hilfe? An einen theoretischen Teil mit Rollenspielen, Körperübungen und Diskussionen schließt sich ein kunstpädagogischer an. Hier wird sich kreativ der Formensprache der Emojis genähert, das Thema auf einer zusätzlichen Ebene mit einem positiven Fokus bearbeitet und ein Raum für weiteren ungezwungenen Austausch und Dialog geboten.

1 Tag à 5 Std. (ca. 3 Std. theoretisch + 2 Std. künstlerisch)
(je nach Gruppe und Bedarf zu mehrtägigem Angebot oder Projektwoche ausbaubar)

min. 6 TN – max. 20 TN (Durchführung von zwei Pädagog:innen)

  • ab 16 Jahren
  • geschlechtsheterogene oder geschlechtshomogene Gruppen möglich
  • Grundkenntnisse der deutschen Sprache sollten vorhanden sein

ANTIDISKRIMIERUNG

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„Was kann ich schon tun?“ – Zivilcouragetraining für Jugendliche und junge Menschen

Workshopleitung:

Asal Kosari

Rassismus ist komplex. Das liegt nicht nur an der geschichtlichen Verwurzelung, seinen verschiedenen Formen und gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen, sondern auch an seiner unsichtbaren Wirkung in Strukturen.


Um Rassismus greifbar zu machen und Zivilcourage zu fördern, braucht es ein Bewusstsein dafür, wie er unser Denken und Handeln leitet.
Gerade Jugendlichen und jungen Menschen fehlt es häufig an Wissen, um rassistische und andere diskriminierende Erlebnisse als solche benennen zu können, und an Sicherheit, um solidarisch zu handeln.

Im Rahmen dieses Training werden wir einführend Rassismus definieren, über gewaltvolle Sprache sprechen und die eigene Sozialisation in Bezug auf das Thema und weitere Diskriminierungsformen wie Sexismus und Klassismus reflektieren.
Zudem werden wir uns mit Privilegien beschäftigen und der Frage, wieso Rassismus uns alle betrifft, und es eine zivilgesellschaftliche Aufgabe ist, ihm entgegen zu treten.
Durch Austausch und Selbstreflexion soll die Entwicklung von solidarischen Handlungsmöglichkeiten gefördert werden.

Ziel ist es, Rassismus nahbarer zu machen und Zivilcourage zu stärken.

empfohlen 2 Tage à 5 Std.

min. 8 – max. 16 Personen

Jugendliche und junge Menschen

INTERKULTURELLE KOMPETENZ & NACHHALTIGKEIT

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Die Restegourmets – Nachhaltigkeit und kulinarische Vielfalt im Spiegel

Workshopleitung:

Katarina Fritzsche

In diesem interaktiven Workshop entdecken die Schüler*innen, dass Resteessen nicht nur eine nachhaltige Lösung gegen Lebensmittelverschwendung ist, sondern auch eine Möglichkeit, verschiedene Kulturen durch ihre traditionellen Gerichte kennenzulernen.

Durch den Austausch und das Kennenlernen von Rezepten und Geschichten fördern wir ein besseres Verständnis für kulturelle Vielfalt und die verschiedenen Essgewohnheiten weltweit. Am Ende des Workshops genießen alle gemeinsam die zubereiteten Speisen und feiern die Vielfalt der Kulturen auf dem Tisch.

4 Std., 8 Std., Projektwoche, nach Vereinbarung

min. 8 – 16 max. Personen

SuS ab Klasse 5, Erwachsene

InterkulturelleKompetenz2

Zwischen Aufbruch und Ankommen - Flucht und Migration im Spiegel der Globalisierung - Film als Instrument der Jugendarbeit

Workshopleitung:

Katarina Fritzsche

Vladimir Andrienko

In unseren Workshops zum Thema Migration und Flucht nutzen wir das Medium Film. Der Dokumentarfilm „Der Weg ins unbekannte Land“ von Bilge Kaplan und Mustafa Bakir über das Ankommen in Deutschland und die Integration bildet den Ausgangspunkt.

Im daran anschließenden Workshop wird der Film als ein Instrument der Jugendarbeit für Aufklärung in den Bereichen Flucht, Integration und Interkulturalität genutzt. Methodisch besteht der Workshop aus interaktiven Übungen, die primär dazu dienen, die Fluchthintergründe, die Fluchtwege, das Ankommen und das Thema Kulturschock aufzugreifen und zu bearbeiten.

Des Weiteren hat der Workshop das Ziel, die interkulturellen Kompetenzen der Teilnehmenden zu fördern und sie zu einem reflektierten Umgang mit Diversität anzuregen.

4 Std. (½ Tag) und nach Vereinbarung

min. 8 – 16 max. Personen

Dieser Workshop richtet sich an Pädagogische Fachkräfte, Studierende und Azubis aus den Bereichen Bildung, Erziehung, Soziales sowie politische Bildner:innen.

InterkulturelleKompetenz2

Unity & Diversity – Vielfalt gestalten

Workshopleitung:

Katarina Fritzsche

Der Erwerb interkultureller Kompetenz und der reflektierte Umgang mit Diversität sind für das Zusammenleben in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft zentral geworden.

In diesem Workshop setzen wir uns mit dem Themen- und Handlungsfeld „Interkulturelle Kompetenz“ auseinander und beschäftigen uns mit Methoden und Konzepten zum Umgang mit Diversität (u.a. Perspektivenwechsel, Dritt-Kultur-Ansatz, Ethnozentrismus, Kulturschock).

Hierbei stellen wir uns verschiedene Fragen rund um das Thema Interkulturalität: Was ist Kultur? Was ist ein interkulturelles Missverständnis? Wie gehe ich mit interkulturellen Konflikten um? Wie kann ich mit Fremdheit umgehen?

4 Std. (½ Tag), 8 Std. (1 Tag), 2 Tage, nach Vereinbarung

min. 8 – 16 max. Personen

SuS und Erwachsene ab 13 Jahren

InterkulturelleKompetenz2

Kulturschock – Brücken bauen zwischen Welten

Workshopleitung:

Katarina Fritzsche

Ein Kulturschock ist eine intensive Erfahrung. Er kann groß oder klein sein, z.B. auf Reisen. Oder wenn ich mit fremden Gewohnheiten in meinem „gewohnten“ Umfeld konfrontiert werde. Oder aber, wenn ich – freiwillig oder unfreiwillig – mein Zuhause verlasse und in einer neuen Region oder einem neuen Land Fuß fasse. Ein Kulturschock führt oft dazu, dass ich mich orientierungslos, isoliert oder ängstlich fühle. Wie kann ich mit solchen Situationen umgehen? Wie lange dauert es, einen Kulturschock zu überwinden? Wie kann ich Menschen unterstützen, die einen Kulturschock erleben? Diesen und anderen Fragen widmen wir uns in diesem dynamischen Workshop und verwenden hierbei verschiedene Methoden (u.a. Gruppen- und Partnerarbeit, reflexives Schreiben, Gespräche, Perspektivenwechsel).

4 Std. (½ Tag), 8 Std. (1 Tag) und nach Vereinbarung

min. 8 – max. 16 Personen

SuS und Erwachsene ab 13 Jahren

InterkulturelleKompetenz2

Von Food-Saving bis Zero-Waste: Nachhaltig Essen und verantwortungsvoller Konsum

Workshopleitung:

Katarina Fritzsche

Wie viel Essen verschwendest du? Welche Auswirkungen hat dies auf die Menschen im Globalen Süden? Wie kannst du nachhaltiger mit Essen umgehen und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten?


In diesem Projekt lernst du Rezepte und Tricks für weniger Lebensmittelverschwendung und mehr Genuss kennen. Gemeinsam reflektieren wir unser Konsumverhalten im Spiegel der Agenda 2030 und entwickeln alltagstaugliche Strategien für eine nachhaltige Ernährung. Wir recherchieren nach Möglichkeiten des Foodsavings in deiner Stadt und entdecken Methoden der Haltbarmachens von Lebensmitteln. Am Ende des Projekts hast du das inhaltliche und methodische Rüstzeug für einen aufgeklärten, nachhaltigen Lebensstil.

2 Schulstunden
Projekttage/-Wochen/AG möglich

Klasse: 1-13

Fachbezug: Sachunterricht (Grundschule), Gesellschaftslehre, Geschichte/Politik, Erdkunde, Praktische Philosophie, als Angebot im Rahmen von Projekttagen/-wochen oder AGs.

SDG: 1, 2, 3, 4, 10, 11, 12, 13

Ziele von BNE-Lernprozessen (gem. NRW-Leitline BNE): 3, 5, 7, 8, 9, 10

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Erde in Bewegung: Flucht und Migration im Kontext des Klimawandels

Workshopleitung:

Katarina Fritzsche

Mehr als 100 Millionen Menschen befinden sich derzeit auf der Flucht – viele davon aufgrund von Hunger und schlechten Lebensbedingungen.
Doch was bedeutet es, zu Fliehen, sein gewohntes Leben hinter sich zu lassen und in einem fremden Land neu anzufangen? Und was hat das mit der Agenda 2030 zu tun?


In diesem Projekt befassen wir uns mit dem Thema Klimaflucht im Spiegel von Nord-Süd-Beziehungen. Praktische Übungen zu Fremdheitserfahrungen, Migration und Kulturschock erlauben dir, tief in die Thematik einzutauchen und regen dich zum Perspektivenwechsel an. Gemeinsam reflektieren wir, welche Nachhaltigkeitsziele in diesem Kontext von besonderer Bedeutung sind und wie diese umgesetzt werden können. Am Ende des Projekts hast du einen differenzierteren Blick auf die Zusammenhänge von Klimawandel, Migration und Nachhaltigkeit.

2 Schulstunden
Projekttage/-Wochen/AG möglich

Klasse: 5-13
Fachbezug: Gesellschaftslehre, Geschichte, Politik, Erdkunde, Praktische Philosophie, als Angebot im Rahmen von Projekttagen/-wochen oder AGs.
SDG: 8, 9, 10, 15, 16
Ziele von BNE-Lernprozessen (gem. NRW_Leitlinie BNE): 1,2,3,5,6,7,8,9,10

ANTIGEWALT

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Konflikt ist Klasse - Kommunikationstraining für Schüler:innen

Workshopleitung:

Asal Kosari

Jugendliche erleben für mehrere Jahre intensives Gefühlschaos. Nicht nur, dass sie mit ihrer Identitätsbildung beschäftigt sind, prasseln parallel Anforderung, Aufgaben und Ansprüche auf sie ein, mit denen sie umgehen lernen müssen.

Insbesondere in konstruierten Gruppen wie Klassenverbänden können dadurch Konflikte entstehen, die aufgrund fehlender Abgrenzungs- und Kommunikationsmethoden, die den (Schul-)Alltag für alle Beteiligten anstrengend bis zu nicht aushaltbar machen.

Im Rahmen dieses Trainings sollen real bestehende Klassen die Möglichkeit bekommen, über Zweckgruppen zu sprechen, den eigenen Konflikttyp kennenzulernen und nützliche Kommunikationsmethoden zu lernen. Es werden gemeinsame Kommunikationsregeln erarbeitet, die außerhalb des Trainings im Klassenverbund weiterleben sollen.

Wir beschäftigen uns u.a. mit folgenden Fragen:

  • Was ist meine Rolle in dieser Gruppe und wie sollte ich mich in ihr verhalten?
  • Welchen Konflikttyp habe ich und inwieweit muss ich ihn bei Konflikten mit eindenken?
  • Welche Möglichkeiten habe ich auf Konflikte in Zweckgruppen/ in der Klasse zu reagieren und mit ihnen umzugehen?


Methodisch werden im Training zahlreiche Übungen und Rollenspiele durchgeführt, die dabei helfen, eigene Muster zu reflektieren und Kommunikationsmethoden zu üben.

Ziel ist es, Zweckgruppen zu verstehen, sich selbst in ihnen wiederzufinden und Umgänge mit Konflikten zu finden.

Empfohlen 2 Tage à 5 Std./Tag

min. 8 – max. 16 Personen

Manche Übungen erfordern eine gewisse körperliche Beweglichkeit. Sollten Personen mit Bewegungseinschränkung am Workshop teilnehmen, sollte das bitte rechtzeitig der Workshopleitung kommuniziert werden.

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Schlagkräftig- Intervention und Prävention von Gewalt für junge Menschen

Workshopleitung:

Asal Kosari

Tiemo Imhof

Derick Addy

Gewalt ist alltäglich, da sie mit Macht zu tun hat. Sie begegnet uns an unterschiedlichen Orten und in unvorhersehbaren Situationen, wie auf der Straße oder auch in der Schule. Gewalt kann unterschiedliche Formen annehmen, sie kann verbal oder körperlich sein und unterschiedlich wirken, da jeder Mensch andere Grenzen hat, mit gewaltvollen Erfahrungen umzugehen.

Im Rahmen dieses Trainings werden sich die Teilnehmer:innen mit Formen von Gewalt beschäftigen, üben, vermeintlich eskalierende Situationen frühzeitig zu erkennen und Handlungstools zur Intervention kennenlernen. Der Workshop zielt darauf ab, die Teilnehmer:innen zu sensibilisieren, Gewalt zu erkennen und darauf gekonnt zu reagieren.

Methodisch werden Übungen und Rollenspiele angewandt, die potenziell gewaltvolle Szenarien spielerisch darstellen. Die Workshopleitung achtet darauf, sensibel mit potenziell vorhandenen Gewalterfahrungen im Raum umzugehen und Grenzen der Teilnehmer:innen zu wahren.
Innerhalb des Trainings werden wir uns unter anderem mit folgenden Fragestellungen beschäftigen:

  • Was ist Gewalt?
  • Wie kann ich verhindern, dass eine Situation eskaliert?
  • Wie reagiere ich auf Beleidigungen?
  • Wie verhalte ich mich in bedrohlichen Situationen?

Ziel ist es, Gewalt zu definieren, dadurch erkennbar zu machen und sich einen Pool an Handlungsmöglichkeiten anzueignen, um in eskalierenden Situationen „schlagkräftig“ zu agieren.

Empfohlen 2 Tage à 5 Std./Tag

min. 8 – max. 16 Personen

Ab 14 Jahren

EMPOWERMENT & TEAMBUILDING

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Gemeinsam statt Einsam - Teambildung und Kommunikationstraining

Workshopleitung:

Asal Kosari

Während unseres Lebens sind wir Teil unterschiedlicher Gruppen: Familie, Freund:innen, Arbeitskolleg:innen usw. Jede Gruppe hat seine eigene Dynamik und vereint diverse Menschen, die auf einander „prallen“. 

Im Rahmen dieses Workshops können sich sowohl real bestehende, aber auch bunt zusammen gewürfelte Gruppen mit der Kraft von Gruppendynamiken beschäftigen, sie verstehen und für sich anwenden. Es geht darum aus der eigenen Komfortzone herauszutreten, die eigene Rolle in Gruppen wahrzunehmen und zu reflektieren. Der Workshop ist zur Gruppenstärkung konzipiert und kann helfen, alteingesessene aber auch neue Muster zu durchleuchten und zu hinterfragen.

Wir beschäftigen uns u.a. mit folgenden Fragen:

  • Was sind Gruppendynamiken und wie sind sie im Alltag nutzbar?
  • Welche Rollen nehme ich in bestimmten Gruppen ein und wiewerde ich dabei wahrgenommen?
  • Welche gewaltfreien Kommunikationsmöglichkeiten gibt es?
  • Wie kann ich bei einer Meinungsverschiedenheit mit einem Konsens rausgehen?

Methodisch werden im Workshop zahlreiche Übungen und Rollenspiele durchgeführt, die dabeihelfen, lebensrealistisch Gruppendynamiken und die eigene Rolle zu begreifen und die theoretischen Kommunikationsmodelle (z.B. nach Marshall B. Rosenberg) besser nachzuvollziehen.

Ziel ist es eigene Rollenmuster aufzudecken, Gruppen zu stärken, natürliche Dynamiken zu nutzen und Wege der gewaltfreien Kommunikation kennenzulernen.

Empfohlen 2 Tage à 8 Std./ Tag

min. 8 – max. 16 Personen

keine Besonderheiten

Teambildung2

Sichtbarkeit für meine Realität – kreatives Empowerment Training für rassifizierte Jugendliche

Workshopleitung:

Asal Kosari

Rassistische Zuschreibungen stiften Identität und beeinflussen damit die Lebenswelten von rassifizierten Jugendlichen. Das Erlebte beginnt bei struktureller Benachteiligung, fließt über in alltägliche Ausgrenzungen und kann in expliziten Gewalterfahrungen münden. Häufig vereint mit anderen Diskriminierungsformen wie Klassismus, können sich betroffene Jugendliche häufig nicht ausreichend mit altersspezifischen Themen auseinandersetzen, was dem gesunden Aufbau eines Selbstbildes im Weg stehen und Gruppendynamiken z.B. im Klassenverbund prägen kann.

In diesem Training beschäftigen sich die Teilnehmer:innen mit (rassistischen) Zuschreibungen durch die Gesellschaft, den Herausforderungen des Jugendalters und das eigene Selbstbild.

Methodisch werden Einzel- und Gruppenübungen angewandt, um die Thematik einerseits Selbstreflexiv zu erspüren und andererseits im Kollektiv zu bearbeiten. Zusätzlich wird die Möglichkeit geschaffen, in einem kreativen Schreibprozess Worte für die eigenen Gedanken zu finden, ggf. der Gruppe mitzuteilen und damit potenziell Solidaritäten zu schaffen.

Innerhalb des Trainings werden wir uns unter anderem mit folgenden Fragestellungen beschäftigen:

  • Wie prägen mich (rassistische) Zuschreibungen in meiner Identitätsfindung?
  • Was eint uns in unseren Erfahrungswerten und wie können wir gegenseitig solidarisch sein?
  • Wie kann ich mir (kreative) Räume schaffen, die mir ermöglichen, meine Gedanken festzuhalten und mein Selbstbild zu stärken?

Ziel ist es, den Teilnehmer:innen die verschiedenen Ebenen von Ausschlussmechanismen aufzuzeigen und einen kritischen Blick auf Zuschreibungen zu vermitteln. Zudem soll das Training die Jugendlichen darin bestärken, sich individuell und im Kollektiv stärkende Räume zu suchen/aufzubauen und miteinander solidarisch zu sein.

 

2 Tage à 5 Std./ Tag

min. 8 – max. 16 Personen

Dieses Angebot richtet sich an rassifizierte Jugendliche

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Soziale Medien politisieren! – Training zur Stärkung der Medienkompetenz und des politischen Selbstverständnisses für junge Menschen

Workshopleitung:

Asal Kosari

Spätestens nach der Europawahl 2024 wurde deutlich, dass junge Menschen außerhalb des Fokusses demokratischer Parteien geraten sind und sich junge Wähler:innen, für viele überraschend, nach rechts orientiert haben. Die Überraschung verfliegt jedoch recht schnell, wenn die hohe Reichweite rechter Parteien und anderen Akteur:innen auf relevanten Plattformen wie TikTok analysiert wird.

Jugendliche und junge Menschen sind durch soziale Medien permanent gefordert, Inhalte kritisch zu hinterfragen und sie auf ihre eigene Lebensrealität zu übersetzen. In der Kombination mit den Herausforderungen, die das Heranwachsen und die Identitätsbildung mit sich bringen, spielen die Möglichkeiten der Polarisierung und Vereinfachung von komplexen Themen rechten Akteur:innen in die Karten, Jugendliche und junge Menschen von ihrer Weltanschauung zu überzeugen. Dem gilt es entgegen zu wirken!

Wir beschäftigen uns u.a. mit folgenden Fragen:

  • Was sind Soziale Medien, wie funktionieren sie?
  • Wie kann ich Inhalte kritisch prüfen?
  • Was ist mein politisches Selbstverständnis und wieso soll Demokratie wichtig sein?
  • Welche Rolle nehme ich beim Schutz demokratischer Werte ein?

Methodisch werden im Training Übungen und Rollenspiele durchgeführt, die dabei helfen, lebensrealistisch das eigene Verhalten zu begreifen. Zudem werden reale Beispiele aus den Sozialen Medien gemeinsam gesichtet und in ihren Aussagen hinterfragt.

Ziel ist es, einen Raum für die Teilnehmer:innen zu schaffen, um Medienkompetenzen zu erlernen und ihr politisches Selbstverständnis zu entwickeln. Die Stärkung einer kritischen Haltung gegenüber Informationsflüssen und der gemeinschaftlichen Verantwortung insbesondere für benachteiligte Menschen, soll gleichzeitig Zivilcourage und demokratische Werte stärken.

Empfohlen 2 Tage à 5 Std./ Tag

min. 8 – max. 16 Personen

Ab 14 Jahren

Teambildung2

Ich bin wütend! Und das ist gut so. - Wuttraining für Mädchen* und junge Frauen*

Workshopleitung:

Asal Kosari

Mädchen* wird von klein auf beigebracht, nicht zu laut, nicht zu fordernd zu sein und insbesondere Emotionen, die nicht „mädchenhaft“ sind, zu unterdrücken. Eine dieser unterdrückten Emotionen ist Wut.
Wütend zu sein ist wichtig, Wut reguliert, Wut ist kraftvoll! Diese Emotion permanent in sich halten zu müssen, ist nicht nur für die Psyche belastend, sondern hält Frauen* davor zurück, einen Umgang mit Konflikt bzw. die Kommunikation von Wut zu lernen.

Im Rahmen dieses Trainings werden sich die Teilnehmerinnen* mit Gefühlen beschäftigen, eine gesellschaftliche Perspektive auf die Legitimität dieser werfen und sich mit vernachlässigten Gefühlen, vor allem der Wut, beschäftigen. Der Workshop zielt darauf ab, den Teilnehmerinnen* eine selbstreflexive Annäherung an ihre Gefühle zu ermöglichen und sie zu ermächtigen, diese zu zeigen.

Methodisch werden Einzel- und Gruppenübungen angewandt, um die Thematik einerseits Selbstreflexiv zu erspüren und im Kollektiv zu bearbeiten.
Innerhalb des Trainings werden wir uns unter anderem mit folgenden Fragestellungen beschäftigen:

  • Welche Gefühle gibt es und wie viel Aufmerksamkeit bekommen sie?
  • Wie kann ich meine Gefühle ausdrücken?
  • Was kann ich tun, wenn meine Gefühle nicht ernst genommen werden?
  • Wieso ist es wichtig, Wut zu zeigen?

Ziel ist es, Gefühle im Kontext von Geschlechtszuschreibung sichtbar zu machen, ihnen Wichtigkeit zuzusprechen und einen Umgang in der Expression dieser zu finden.

Empfohlen 4 Einheiten à 1,5 Stunden oder Tagestraining

min. 8 – max. 16 Personen

Dieses Angebot richtet sich an Mädchen/Frau oder nicht-binär identifizieren, aber weiblich gelesen werden. Das * hinter den Begriffen verdeutlicht die gesellschaftliche Diskrepanz zwischen Zuschreibung und Selbstverständnis von Geschlechtsidentität

Teambildung2

SHEro: Frauen*, die die Welt verändern

Workshopleitung:

Asal Kosari

Anna Szermanski

Der Begriff SHEro wird eher selten verwendet. Kein Wunder, denn in unserer Welt werden vor allem Männer als Helden betitelt, somit hat sich auch das Wort „hero“ durchgesetzt. Doch was ist mit den mutigen, starken und innovativen Frauen* dieser Welt? Die vergangenen und aktuellen Heldinnen* werden gerne, trotz ihrer weltverändernden und großartigen Leistungen, vergessen. Mädchen* und Frauen* wachsen mit zu wenigen nicht männlichen Vorbildern auf, die wichtig bei der Identitätsfindung sein und unterschiedliche Lebenswege aufzeigen können.
Im Projekt SHEro werden die Teilnehmer:innen die Möglichkeit haben, sich auszutauschen, verschiedene weibliche/nicht-binäre Vorbilder kennenzulernen und sich künstlerisch mit ihnen auseinanderzusetzen.

Die Teilnehmer:innen verschaffen sich einen Überblick über starke Frauen* und deren Lebenswerke, die sich dem Patriarchat widersetzen, um ihren eigenen Weg zu gehen.
Durch die Auseinandersetzung mit diesen Biografien und passenden Übungen entstehen Diskussionen über gesellschaftlich zugeschriebene Rollen. Hierbei ist besonders wichtig, den Erfahrungen der Teilnehmer:innen Raum zu geben und einen Austausch untereinander zu ermöglichen. Dafür ist es konsequent, das Projekt als reinen Mädchen-/Frauenraum* zu verstehen.

Die eigene SHEro soll dann künstlerisch als Porträt umgesetzt werden. Dabei können die Teilnehmer:innen verschiedene Darstellungsarten und künstlerische Techniken ausprobieren, um ein passendes Medium für ihr Porträt zu finden, dass sie dann kreativ umsetzen.

Im Rahmen des Projektes sollen die Teilnehmer:innen die Möglichkeit bekommen, ihre eigene Geschlechterrolle zu reflektieren und Inspiration bzw. Kraft in SHEros zu finden, die gesellschaftliche Erwartungen kritisch hinterfragt haben bzw. hinterfragen.

Ziel ist es, die Teilnehmer:innen zu ermutigen, sich von zugeschriebenen Rollenerwartungen zu lösen, die sie für sich selbst nicht annehmen wollen und dabei Inspiration bei weiblichen/nicht-binären Vorbildern zu finden.

*Im Mädchen-/Frauenraum sind alle Menschen willkommen, die sich als Mädchen/Frau oder nicht-binär identifizieren, aber weiblich gelesen werden. Die teilweise Reproduktion der zweigeschlechtlichen Teilung zwischen Mann und Frau wird im Projekt u.a. durch die Thematisierung anderer/fluider Geschlechtsidentitäten aufgeweicht.
Das * hinter den Begriffen verdeutlicht die gesellschaftliche Diskrepanz zwischen Zuschreibung und Selbstverständnis von Geschlechtsidentität.

empfohlen 4 Tage à 5 Std./ Tag

Min. 6- max.12 TN

Mädchen*/junge Frauen* und nicht-binäre Menschen